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Warum Bürobeleuchtung krank machen oder gesund halten kann

Warum Bürobeleuchtung krank machen oder gesund halten kann

Inhaltsverzeichnis

  • Bürobeleuchtung ist kein Komfortthema

  • Licht wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig

  • Warum Normen allein nicht ausreichen

  • Typische Fehlannahmen in der Praxis

  • Was gesunde Bürobeleuchtung wirklich ausmacht

  • Fazit: Beleuchtung als Prävention verstehen

 

Bürobeleuchtung ist kein Komfortthema – sie ist ein Gesundheitsfaktor

Beleuchtung am Arbeitsplatz wird häufig auf einen einzigen Faktor reduziert: Helligkeit.
Diese Sichtweise ist fachlich überholt.

Licht wirkt nicht nur visuell, sondern beeinflusst Augenbelastung, Konzentration, Leistungsfähigkeit und das biologische System des Menschen. Damit ist Bürobeleuchtung ein direkter Gesundheitsfaktor – im positiven wie im negativen Sinn.

Viele Beschwerden im Büroalltag entstehen nicht durch akute Fehlfunktionen, sondern durch dauerhafte, unterschwellige Belastungen. Genau hier spielt die Qualität der Beleuchtung eine zentrale Rolle.

 

Licht wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig

Die visuelle Ebene

Ungeeignete Bürobeleuchtung führt häufig zu einer erhöhten visuellen Belastung. Die Augen müssen permanent ausgleichen, fokussieren und anpassen. Das zeigt sich nicht sofort, sondern schleichend – oft erst nach Stunden.

Typische Folgen sind müde oder brennende Augen, Kopfschmerzen, eine reduzierte Sehschärfe oder das Gefühl, „angestrengt zu schauen“. Ursachen liegen meist in ungünstiger Leuchtdichteverteilung, Blendung, mangelhaften Kontrasten oder flimmernden Lichtquellen.

Wichtig ist:
Diese Effekte können auch auftreten, wenn formale Normwerte eingehalten werden.

 

Die biologische Ebene

Licht wirkt nicht nur auf das Sehen, sondern direkt auf den biologischen Rhythmus des Menschen. Spezielle Fotorezeptoren im Auge (ipRGCs) steuern über das Licht unter anderem Wachheit, Aktivierungsniveau und den Tag-Nacht-Rhythmus.

Entscheidend sind dabei die spektrale Zusammensetzung, die Lichtmenge über den Tag und die zeitliche Dynamik der Beleuchtung.

Fehlende oder ungeeignete Lichtreize können Tagesmüdigkeit verstärken, die Schlafqualität beeinträchtigen und die Konzentrations- sowie Reaktionsfähigkeit senken. Diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich gut belegt – unabhängig davon, wie hell ein Raum subjektiv wahrgenommen wird.

 

 

Die psychophysiologische Ebene

Licht beeinflusst auch das mentale Aktivierungsniveau und die Stressverarbeitung.
Monotone, gleichförmige Beleuchtung ohne visuelle Struktur kann die mentale Ermüdung erhöhen – besonders bei konzentrierter Bildschirmarbeit.

In der Praxis äußert sich das häufig nicht als klar benennbares Problem, sondern als innere Unruhe, sinkende Belastbarkeit oder das bekannte Leistungstief am Nachmittag.

 


 

Normen schützen – aber sie machen nicht automatisch gesund

Normen wie die DIN EN 12464-1 oder die ASR A3.4 definieren Mindestanforderungen an Beleuchtungsstärke, Blendungsbegrenzung und Gleichmäßigkeit.

Das ist wichtig – aber nicht ausreichend.

Normerfüllung bedeutet Rechtskonformität, nicht Gesundheitsoptimierung.
Normen berücksichtigen weder individuelle Sehbelastungen noch die biologische Lichtwirkung oder dynamische Arbeitssituationen.

Wer Bürobeleuchtung ausschließlich normbasiert plant, akzeptiert ein gesundheitliches Restrisiko – oft unbewusst.

 

Typische Fehlannahmen in der Praxis

In vielen Büros liegt der Fokus auf technischen Kennzahlen wie Lux-Werten oder Energieeffizienz. Häufig werden standardisierte LED-Panels eingesetzt, ohne die tatsächlichen Sehaufgaben oder den Tageslichtverlauf zu berücksichtigen.

Fehlende Differenzierung zwischen Raum- und Arbeitsplatzlicht, fehlende Anpassung an Jahreszeiten oder eine rein statische Beleuchtung führen nicht sofort zu Krankheit – aber zu chronischer Fehlbelastung.

 

 

Gesunde Bürobeleuchtung ist ein System, kein Produkt

Gesundheitsfördernde Beleuchtung entsteht nicht durch eine einzelne Leuchte, sondern durch das Zusammenspiel von visueller Ergonomie, biologisch wirksamer Lichtqualität, sinnvoller Steuerung und individueller Anpassung.

Im Bereich der künstlichen Arbeitsplatzbeleuchtung ist Vollspektrumlicht dabei der konsequenteste Ansatz. Es kommt dem natürlichen Tageslicht am nächsten, wirkt visuell ruhiger, unterstützt den biologischen Rhythmus und reduziert visuelle Belastung.

 

 

Fazit

Bürobeleuchtung kann Leistungsfähigkeit stabilisieren – oder sie schleichend beeinträchtigen.
Wer Verantwortung für Mitarbeitende trägt, sollte Licht nicht als Kostenstelle betrachten, sondern als präventive Gesundheitsmaßnahme.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Stress- und Belastungswerte wird deutlich:
Eine visuell ergonomische, biologisch sinnvolle Lichtumgebung schafft Entlastung – und ermöglicht nachhaltige Leistungsfähigkeit.

Mehr zur visuellen Ergonomie am Arbeitsplatz finden Sie hier:
https://natur-nah.de/blogs/arbeitsplatzbeleuchtung/visuelle-ergonomie